Umsatzsteigerungen für Möbelhäuser durch mehr Abschöpfung

Mehr Umsatz trotz weniger Frequenz im Möbelhandel.

Was unterscheidet erfolgreiche Möbelhändler von erfolglosen?

Die 80/20 Regel in der Umsetzung

Im letzten Beitrag haben wir gesehen, dass um erfolgreicher zu sein als der Durchschnitt drei Maßnahmen notwendig sind:

  1. Wir identifizieren die 20% unserer Aktivitäten/Kunden/Zeiteinsatz, die uns überproportional viel Erfolg bringen.
  2. Wir lassen die anderen 80% weg (sehr ungewohnt und schmerzhaft, für den, der es tut wie auch für seine Umwelt).
  3. Wir nutzen die 80% freie Kapazität um Dinge zu tun, die andere nicht tun!

Denn:

„Wenn Du das tust, was alle tun, wirst Du das bekommen, was alle bekommen – d.h. per Definition den Durchschnitt.“

(frei nach Benjamin Franklin)

Wenn Sie mit 100 anderen Arbeitern an einer Produktionsstraße stehen und das tun müssen, was alle tun, ist es unmöglich 16 mal mehr Erfolg zu haben als der Durchschnitt. Aber die meisten Menschen in unserer Gesellschaft sind so genannte „Informationsarbeiter“ (der Begriff „Knowlege-Worker“ wurde vom Management-Vordenker Peter Drucker geprägt). Wir haben zu einem großen Teil die Möglichkeit und damit auch die Pflicht selber zu entscheiden, was wir in welcher Reihenfolge tun, um maximal Werte für uns und unser Unternehmen zu schaffen.

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Wie funktioniert das aber im Alltag? Ungefähr 90% unser täglichen Aktivitäten tun wir

  • weil wir es schon immer gemacht haben (= Macht der Gewohnheit),
  • weil irgendwer es von uns fordert (= fremdbestimmt),
  • weil wir denken, dass irgendwer traurig/sauer/unzufrieden wäre, wenn wir es nicht täten (= auch fremdbestimmt, aber noch schwerer abzustellen).

Beim laufenden Sortieren der Aufgaben, die auf mich einzuströmen scheinen, hat mir folgende Fragetechnik von Leo Babauta (dem Autor des hervorragenden Blogs http://zenhabits.net/ und der Bücher „Zen-to-Done“ und „Weniger bringt mehr“) geholfen.

  1. Zu welchem Ergebnis (nicht Tätigkeit) verpflichte ich mich, wenn ich diese Aufgabe annehme?
  2. Bis wann/wie schnell kann ich das Ergebnis realistisch erreichen?
  3. Wieviel bringt mich das Ergebnis dieser Aktivität/dieses Projekts meinem EINEN-ZIEL näher?
  4. Ist diese Aktivität/Projekt wirklich das, was ich gerade tun sollte?

koordinatenIch habe für mich und meine Kunden diese Fragen auf Karteikarten gedruckt und benutze sie immer, wenn ich viel zu arbeiten scheine aber die Ergebnisse zu wünschen übrig lassen.

Die Antwort auf Frage 4 ist erstaunlich oft: „Thomas, lass es! Irgendwer wird sauer, irgendwas funktioniert vielleicht etwas schlechter, aber so wichtig ist das jetzt auch nicht.“ und dann lasse ich es bleiben!

Mein Dale Carnegie Ausbilder, Kurt Straumann, sagte am ersten Tag der Ausbildung zum Management-Trainer einen Satz, der mich enorm weitergebracht hat:

„Jeden Tag schreibe ich mir morgens eine Sache auf, die ich nie wieder tun werde!“

Das war vor über 10 Jahren. D.h. Kurt Straumann hat mittlerweile 3.650 Aktivitäten, die er nicht mehr tun will, aus seinem Leben verbannt! Kurt: ich bin sicher, dein Leben ist noch schöner, effektiver und eleganter geworden, als es damals in meinen Augen schon war!

Und viel Spaß bei der Umsetzung!

Arbeiten Sie smarter - nicht härter!

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Ihr Thomas Witt

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Topics: Verkaufsoptimierung im Möbelhandel