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Was Führungskräfte von Spitzentrainern lernen können

Führungskräfte und Sport-Trainer

Wenn Sie in dem folgendem Text die Worte Sportler durch Verkäufer und Trainer durch Führungskraft ersetzen, erhalten Sie einen kurze und prägnante Anleitung für erfolgreiches Führungsverhalten im Verkauf. Anbei eine Übersetzung aus dem Buch "Stillpower" des Star-Trainers Garret Kramer.

  1. Allein auf die Gemütsverfassung eines Sportlers oder einer Person kommt es an, nicht darauf, wie der- oder diejenige sich verhält.

    Wenn jemand sich schlecht fühlt oder deprimiert ist, wirkt sich das unweigerlich immer auch negativ auf seine Leistungsfähigkeit aus.

    Anstatt also Sportler oder Mitarbeiter allein an ihren Taten (sprich: an ihrer Verhaltensweise) zu messen, messen wirklich gute Führungskräfte und Trainer sie – und sich selbst – daran, dass sie solche Gedanken und Gefühle klar erkennen, die Hochgefühle auslösen und dann ausschließlich aus einer solchen Gemütsverfassung heraus handeln. Ein solcher Trainer oder eine solche Führungskraft misstraut seinen eigenen, aus einem psychologischen Tief resultierenden, Gedanken und ermutigt seine Spieler oder Mitarbeiter, das Selbe zu tun.

  2. Das gesprochene Wort an sich ist sehr viel weniger wichtig als die emotionale Grundhaltung, aus der heraus es gesprochen wird.

    Das kann man sich ganz einfach anhand folgenden Satzes merken: Worte sind lediglich das Echo eines Gefühls. Ein Trainer kann beispielsweise zu einem Sportler sagen: „Ich war wirklich stolz darauf, wie Du Dich heute ins Zeug gelegt hast.“ Wenn das aber nur leere Worte bleiben, die ohne echtes Gefühl und ohne wirkliche Leidenschaft nur daher gesagt werden, können sie unter Umständen sogar eine negative Wirkung haben. Erfolgreiche Trainer setzen dies in ihrer Arbeit sehr bewusst und situationsbezogen ein. Sie wissen, dass positive Äußerungen nur aus einer positiven Geisteshaltung heraus entstehen können.

  3. Zielsetzungen nüchtern betrachten

    Erfolgreiche Trainer wissen, dass sich Sportler selbst ausbremsen, je mehr sie sich auf die “Trophäe” an sich konzentrieren, dass sie damit ihr Wahrnehmungsfeld, ihre Kreativität und ihren Einfallsreichtum einschränken. Solche Trainer verstehen, dass die Erreichung eines Ziels allein keinesfalls den Selbstwert oder das persönliche Glücksgefühl steigert. Stattdessen genießen sie „das Unterwegs-Sein“ – die Beziehungen und Erfahrungen – während der Weg dahin, das zu schaffen, was sie wirklich wollen immer klarer wird.

  4. Versuchen Sie’s mit Liebe

    Vorgaben und Erwartungen großer und erfolgreicher Trainer basieren immer auf dem einen übergeordneten Prinzip, nämlich der Liebe zu ihren Spielern. Sie wissen, dass diese Zuneigung mehr als alles andere ihnen immer dabei hilft, für andere das Richtige zu tun – und dabei Erfolg zu haben.

Diese Lehren gelten genauso für Führungskräfte, zumindest, wenn sie es als ihre Aufgabe sehen, ihre Mitarbeiter besser zu machen. 

Oder wie sehen Sie das?

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Ihr Thomas Witt

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